Dein 100 Tage Plan als Führungskraft: So setzt du die richtigen Prioritäten und baust Vertrauen auf

Die ersten 100 Tage in einer Führungsposition entscheiden über deinen langfristigen Erfolg. In diesem Artikel erfährst du, wie du mit einem klaren Plan Vertrauen aufbaust, die Teamkultur verstehst und schnell Akzeptanz gewinnst. Du bekommst konkrete Strategien, um Herausforderungen zu meistern und dein Team von Anfang an auf Erfolgskurs zu bringen. Zusätzlich zeigen dir echte Praxisbeispiele, wie du die Phasen des 100-Tage-Plans erfolgreich umsetzen kannst.

Lesedauer: 7 Minuten

Das Wichtigste auf einen Blick
  • Starte stark: Lerne, wie du in den ersten 100 Tagen als neue FĂĽhrungskraft Vertrauen aufbaust und dich als kompetente FĂĽhrungspersönlichkeit etablierst.
  • Vermeide typische Anfängerfehler: Finde heraus, welche Stolpersteine du umgehst, um dein Team sofort auf Erfolgskurs zu bringen.
  • Setze klare Prioritäten: Erfahre, wie du die wichtigsten Herausforderungen erkennst und zielgerichtet angehst.
  • Schaffe sofortige Erfolge: Nutze die Strategien, um in den ersten Wochen sichtbare Ergebnisse zu erzielen und dein Team von Anfang an zu motivieren.
  • Erhalte deine Checkliste: Mit der kostenlosen „100 Tage Plan“-Checkliste verpasst du keinen Schritt und sicherst dir einen optimalen Start!

Herzlichen GlĂĽckwunsch zur neuen FĂĽhrungsposition!

Die ersten 100 Tage als neue FĂĽhrungskraft sind entscheidend dafĂĽr, wie du in deiner neuen Rolle wahrgenommen wirst und wie erfolgreich du langfristig agierst.

Doch diese Zeit kann auch herausfordernd sein. Wie schaffst du es, dich schnell zu etablieren, das Vertrauen deines Teams zu gewinnen und gleichzeitig erste wichtige Entscheidungen zu treffen?

Hier kommt dein 100 Tage Plan für Führungskräfte ins Spiel!

Warum die ersten 100 Tage so wichtig sind

Die ersten 100 Tage als Führungskraft sind mehr als nur ein Einstand – sie sind die Weichenstellung für deinen gesamten Führungserfolg.

In diesen Wochen geht es darum:

  • Vertrauen aufzubauen
  • Erwartungen klar zu definieren
  • Dir einen Ăśberblick ĂĽber die internen Strukturen zu verschaffen
  • Eine klare Richtung vorzugeben

Dein Team und deine Vorgesetzten beobachten jede Entscheidung, jede Interaktion und jedes Feedback, das du gibst.

Wie du diese kritischen ersten Wochen gestaltest, beeinflusst, ob du als kompetente und verlässliche Führungskraft wahrgenommen wirst oder als unsicher und reaktiv.

Nutze daher diese Zeit strategisch und strukturiere deinen Einstieg mit einem klaren 100 Tage Plan für Führungskräfte, damit du alle wichtigen Aspekte berücksichtigst und deine Ziele erfolgreich setzt.

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Welche typischen Fehler solltest du in den ersten 100 Tagen vermeiden?

Gerade am Anfang möchtest du vermutlich zeigen, dass du deine neue Rolle im Griff hast.

Genau daraus entstehen einige der häufigsten Fehler: zu schnell handeln, zu wenig zuhören und Veränderungen anstoĂźen, bevor du verstanden hast, wie dein Team funktioniert.

Vermeide vor allem diese vier Fehler:

  • Zu schnell verändern: Verstehe erst Strukturen, Abläufe und Teamdynamik.
  • Erwartungen nicht klären: Sprich frĂĽh mit deinem Team und deiner eigenen FĂĽhrungskraft darĂĽber, was ihr voneinander erwartet.
  • Zu wenig zuhören: Frage deine Mitarbeiter, was funktioniert, was sie beschäftigt und wo sie UnterstĂĽtzung brauchen.
  • Alles gleichzeitig angehen: Setze wenige klare Prioritäten, statt an zehn Baustellen gleichzeitig zu arbeiten.

Ein Beispiel aus meiner Coachingpraxis

Ein frisch beförderter Teamleiter wollte gleich zeigen, dass er etwas bewegt.

Er strich die wöchentlichen Meetings und entwickelte allein ein neues Konzept.

Anfangs kam das gut an – nach einigen Wochen sanken jedoch Leistung und Stimmung im Team.

Der Grund: Er hatte Veränderungen angestoßen, bevor er verstanden hatte, was sein Team brauchte und warum bestimmte Strukturen überhaupt bestanden.

Die Lektion daraus: Erst verstehen, dann verändern.

Das bringt auĂźerdem etwas mehr von dir und deiner tatsächlichen Coachingpraxis in den ansonsten inzwischen recht systematischen Artikel.

Phasen fĂĽr einen erfolgreichen Start

Die ersten 100 Tage als neue FĂĽhrungskraft sind wegweisend fĂĽr deinen zukĂĽnftigen Erfolg.

Damit du diese wichtige Zeit optimal nutzen kannst, ist es entscheidend, mit einem klaren Plan vorzugehen.

In der folgenden Grafik siehst du die drei zentralen Phasen, die dich Schritt fĂĽr Schritt begleiten: Orientierung, Planung und Umsetzung.

Jede Phase hat ihre eigenen Schwerpunkte und Aufgaben, die darauf abzielen, dir Sicherheit zu geben, die richtigen Prioritäten zu setzen und die Unterstützung deines Teams zu gewinnen.

Hier ein Ăśberblick ĂĽber deinen 100 Tage Plan:

Diagramm Phasen 100 Tage Plan

Phase 1: Orientierung – Die Grundlage schaffen (Woche 1–4)

Die ersten vier Wochen deines 100 Tage Plans als FĂĽhrungskraft drehen sich um das Kennenlernen deines neuen Umfelds. Es ist wichtig, dass du dich orientierst, die bestehenden Strukturen verstehst und erste Beziehungen aufbaust.

Woche 1: Sichtbarkeit schaffen und Beziehungen aufbauen

In der ersten Woche deines 100 Tage Plans als FĂĽhrungskraft solltest du dich darauf konzentrieren, Sichtbarkeit zu schaffen und erste Beziehungen zu knĂĽpfen:

• Aktiver Austausch: Gehe auf dein Team zu, zeige echtes Interesse und nimm dir Zeit für persönliche Gespräche.

• Erste Erwartungen klären: Finde heraus, was von dir als neue Führungskraft erwartet wird und was du von deinem Team erwarten kannst.

Kläre nicht nur die Erwartungen deines Teams

Bei deinem Start als Führungskraft gibt es mindestens drei wichtige Perspektiven: dein Team, andere Führungskräfte und deine eigene Führungskraft.

Gerade das Gespräch mit deinem Chef oder deiner Chefin solltest du nicht unterschätzen. Kläre möglichst früh:

  • Was wird konkret von dir erwartet?
  • Woran wird dein Erfolg in den ersten Monaten gemessen?
  • Welche Entscheidungen kannst du selbst treffen – und wo ist Abstimmung gewĂĽnscht?
  • Welche Themen haben aktuell Priorität?

Je klarer diese Erwartungen sind, desto geringer ist die Gefahr, dass du nach 100 Tagen feststellst: Du hast viel geleistet – nur leider nicht das, was dein Chef von dir erwartet hat.

Woche 2: Vertrauen und Verständnis stärken

Um deine Rolle als Führungskraft zu etablieren, musst du das Vertrauen deiner Mitarbeiter gewinnen. Führe Einzelgespräche und frage nach den Sorgen und Wünschen deines Teams. Ein offenes Ohr in den ersten Tagen kann entscheidend sein, um langfristig Respekt und Vertrauen aufzubauen.

👉 Verwende die kostenlose Checkliste 100 Tage Plan für Führungskräfte – so vergisst du keine wichtigen Gespräche und analysierst die Situation umfassend.

Woche 3–4: Kultur und Teamdynamik verstehen

Analysiere die bestehende Team- und Unternehmenskultur. Verstehe, welche ungeschriebenen Regeln existieren und wie sich die Teammitglieder untereinander verhalten. Diese Informationen sind entscheidend, um Konflikte zu vermeiden und die Dynamik positiv zu beeinflussen.

Welche Fragen solltest du deinem Team im ersten Monat stellen?

Gerade am Anfang musst du nicht auf alles eine Antwort haben. Viel wichtiger ist, dass du die richtigen Fragen stellst. So lernst du dein Team kennen und erfährst gleichzeitig, was die Mitarbeiter von dir als neuer Führungskraft brauchen.

  • Was erwartest du von mir als neuer FĂĽhrungskraft?
  • Was läuft aus deiner Sicht im Team bereits richtig gut?
  • Was sollten wir auf keinen Fall verändern?
  • Was brauchst du, um gut arbeiten zu können?
  • Wo wĂĽnschst du dir von mir mehr Klarheit oder UnterstĂĽtzung?
  • Gibt es etwas, das ich ĂĽber das Team oder unsere Zusammenarbeit unbedingt wissen sollte?

Welche Aufgaben ĂĽbernimmt eine neue FĂĽhrungskraft im ersten Monat?

Im ersten Monat geht es noch nicht darum, möglichst viel zu verändern. Deine wichtigste Aufgabe als neue Führungskraft ist zunächst, dein Team, deine Rolle und dein Umfeld zu verstehen.

Konkret solltest du dich in den ersten vier Wochen auf fĂĽnf Aufgaben konzentrieren:

  • Erwartungen klären: Was erwarten dein Team und deine eigene FĂĽhrungskraft von dir?
  • Beziehungen aufbauen: Suche aktiv das Gespräch mit deinen Mitarbeitenden und wichtigen Ansprechpartnern.
  • Zuhören und beobachten: Was funktioniert bereits gut? Wo gibt es Schwierigkeiten?
  • Teamdynamik verstehen: Welche Rollen, Beziehungen und ungeschriebenen Regeln gibt es?
  • Prioritäten erkennen: Welche Themen brauchen wirklich deine Aufmerksamkeit – und was kann erst einmal warten?

Deine wichtigste Aufgabe im ersten Monat lautet deshalb: Erst verstehen, dann verändern.

PHASE 1 AUF EINEN BLICK

Wie baust du in den ersten 100 Tagen Vertrauen im Team auf?

Vertrauen entsteht nicht dadurch, dass du möglichst schnell zeigst, was du als neue Führungskraft alles verändern kannst. Gerade in den ersten Wochen ist oft das Gegenteil hilfreicher: zuhören, verstehen und Erwartungen klären.

  1. Führe persönliche Gespräche mit deinen Teammitgliedern.
  2. Kläre, was dein Team von dir erwartet – und was du von ihm erwartest.
  3. Frage nach dem, was gut läuft, aber auch nach Sorgen und Schwierigkeiten.
  4. Beobachte Teamdynamik und ungeschriebene Regeln, bevor du größere Veränderungen anstößt.
Merke: Erst verstehen, dann verändern.

Phase 2: Planung – Strategische Prioritäten setzen (Woche 5–8)

Nachdem du dich in den ersten vier Wochen orientiert hast, geht es in der zweiten Phase darum, klare strategische Prioritäten zu setzen und konkrete Ziele zu definieren.

Woche 5–6: Prozesse und Strukturen analysieren

Nimm dir in Woche 5 und 6 Zeit, die operativen Prozesse und Strukturen genau zu analysieren. Identifiziere Engpässe und Potenziale für Optimierungen. Dies ist eine wesentliche Aufgabe im 100 Tage Plan für Führungskräfte, da sie die Basis für alle weiteren Entscheidungen legt.

• Bestehende Prozesse prüfen: Welche Abläufe funktionieren? Welche bremsen das Team?

• Optimierungspotenzial identifizieren: Setze erste Prioritäten für notwendige Veränderungen.

Woche 7–8: SWOT-Analyse durchführen und Handlungsfelder festlegen

Eine SWOT-Analyse ist eine bewährte Methode, um die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken deines Teams zu identifizieren. Nutze die Erkenntnisse der Orientierungsphase, um die Handlungsfelder klar zu definieren. Setze strategische Prioritäten und entwickle Maßnahmen, um gezielt an den größten Herausforderungen zu arbeiten.

Welche Prioritäten sollte eine neue Führungskraft in den ersten 100 Tagen setzen?

In der Planungsphase sollte eine neue Führungskraft nicht alles gleichzeitig verändern. Der 100-Tage-Plan konzentriert sich auf die Themen, die aus Prozessen, Strukturen, Teambeobachtung und SWOT-Analyse als wichtigste Handlungsfelder hervorgehen.

  • Bestehende Prozesse darauf prĂĽfen, was funktioniert und was das Team bremst.
  • Engpässe und Potenziale fĂĽr Optimierungen erkennen.
  • Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des Teams mit einer SWOT-Analyse einordnen.
  • Klare Handlungsfelder, Ziele und erste MaĂźnahmen festlegen.

Phase 3: Umsetzung – Die ersten Erfolge erzielen (Woche 9–14)

Nun geht es darum, erste Erfolge sichtbar zu machen. Dein Team und deine Vorgesetzten wollen Ergebnisse sehen. Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen ist entscheidend, um Vertrauen und Glaubwürdigkeit weiter zu stärken.

Woche 9: Konkrete Ziele kommunizieren

Definiere klare, messbare Ziele und kommuniziere diese transparent an dein Team. Ziele geben Orientierung und schaffen ein gemeinsames Verständnis davon, worauf es ankommt.

Woche 10–12: Umsetzung vorantreiben

Beginne damit, die gesetzten Maßnahmen zu implementieren. Überprüfe regelmäßig den Fortschritt und justiere, wenn nötig, nach. Zeige dabei Führungsstärke und stehe hinter den getroffenen Entscheidungen.

👉 Tipp: Nutze die kostenlose Checkliste 100 Tage Plan für Führungskräfte als Leitfaden für die Umsetzung deiner Ziele und die Priorisierung der Maßnahmen.

Woche 13–14: Erfolge evaluieren und anpassen

Nach knapp 100 Tagen ist es Zeit fĂĽr eine erste Zwischenbilanz. Dabei geht es nicht darum, deinen „FĂĽhrungserfolg“ zu bewerten, sondern gemeinsam zu schauen: Was hat sich bewährt – und wo mĂĽssen wir nachsteuern?

Besprich mit deinem Team zum Beispiel:

  • Welche Ziele und MaĂźnahmen haben wir tatsächlich umgesetzt?
  • Was läuft heute besser als vor einigen Wochen?
  • Was hat nicht so funktioniert wie gedacht?
  • Wo gibt es weiterhin Reibung oder Unklarheit?
  • Was sollten wir beibehalten, verändern oder als Nächstes angehen?

Und vergiss dabei nicht, erste Erfolge sichtbar zu machen. Gerade nach den turbulenten ersten Monaten lohnt es sich, gemeinsam wahrzunehmen, was ihr bereits geschafft habt.

Erfolgreiche Umsetzung des 100-Tage-Plans: Praxisbeispiele aus meinen Coachings

Ein strukturiertes Vorgehen in den ersten 100 Tagen ist entscheidend, um die Weichen fĂĽr langfristigen Erfolg zu stellen.

Doch wie sieht das in der Praxis aus? Hier möchte ich dir drei Fallbeispiele vorstellen, die zeigen, wie andere Führungskräfte ihre 100-Tage-Strategie erfolgreich umgesetzt haben.

Diese Beispiele verdeutlichen, wie flexibel ein solcher Plan sein kann und wie wichtig es ist, die jeweiligen Gegebenheiten im Team und Unternehmen zu berĂĽcksichtigen.

Einfach auf den Namen klicken und das Beispiel öffnet sich.

Beispiel 1: Anna – Vom Kollegen zur Führungskraft im eigenen Team

Anna war fĂĽnf Jahre lang Teil ihres Teams, als sie zur Teamleiterin befördert wurde. 

Ihre größte Herausforderung: Die neue Rolle zu etablieren, ohne die bisherigen Beziehungen zu ihren Kollegen zu gefährden.

 Anna wusste, dass die ersten 100 Tage entscheidend sein wĂĽrden, um sich als FĂĽhrungskraft zu positionieren.

Ihr Vorgehen:

1.Orientierungsphase (Woche 1-4): In den ersten vier Wochen führte Anna Einzelgespräche mit jedem Teammitglied. Sie wollte die individuellen Erwartungen und Bedenken in Bezug auf ihre neue Rolle verstehen. Ihr Ziel war es, Vertrauen aufzubauen und eine positive Wahrnehmung zu schaffen. Anna betonte ihre Offenheit für Feedback und signalisierte, dass sie bereit ist, die Bedürfnisse des Teams ernst zu nehmen.

2.Planungsphase (Woche 5-6): Anna identifizierte in dieser Zeit die wichtigsten Herausforderungen im Team. Sie stellte fest, dass die bisherige Führungskraft kaum delegierte und das Team wenig Eigenverantwortung gewohnt war. In Absprache mit dem Team entwickelte Anna eine klare Vision für die nächsten sechs Monate, in der es darum ging, mehr Eigenverantwortung zu fördern.

3.Umsetzungsphase (Woche 7-14): Anna startete mehrere kleine Projekte, in denen einzelne Teammitglieder Verantwortung für Teilbereiche übernahmen. Sie setzte sich als Ziel, die Stärken der einzelnen Teammitglieder besser zur Geltung zu bringen und regelmäßig die Fortschritte in den wöchentlichen Meetings zu reflektieren. Nach 100 Tagen hatte sie erreicht, dass das Team selbstständiger arbeitete und die Effizienz merklich gestiegen war.

Lerneffekt: Anna hat ihre ersten 100 Tage gezielt genutzt, um das Vertrauen ihres Teams zu gewinnen und durch klare Kommunikation eine stabile Grundlage fĂĽr ihre zukĂĽnftige FĂĽhrung geschaffen.

Beispiel 2: Tobias – Neustart als Führungskraft in einem neuen Unternehmen

Tobias kam als externer Neuzugang in eine Abteilung, die in den letzten Jahren mehrere FĂĽhrungswechsel durchlaufen hatte. 

Das Team war unsicher und demotiviert.

Tobias’ Ziel war es, die Mitarbeiter wieder zu einem echten Team zu formen und Vertrauen in die neue Führung aufzubauen.

Sein Vorgehen:

1.Orientierungsphase (Woche 1-4): Tobias verbrachte die ersten Wochen damit, zuzuhören. Er führte zahlreiche Einzelgespräche und versuchte, die Ängste und Frustrationen der Teammitglieder zu verstehen. Dabei nahm er bewusst eine zurückhaltende Rolle ein, um die Dynamik im Team besser einschätzen zu können.

2.Planungsphase (Woche 5-6): Tobias entwickelte aus den gewonnenen Erkenntnissen einen ersten Plan, der darauf abzielte, dem Team klare Strukturen und Orientierung zu geben. Er führte regelmäßige Team-Meetings ein, in denen die aktuellen Projekte und Ziele besprochen wurden. Sein Hauptaugenmerk lag darauf, Transparenz zu schaffen und die Kommunikation im Team zu verbessern.

3.Umsetzungsphase (Woche 7-14): Tobias führte Feedback-Schleifen ein, in denen die Teammitglieder regelmäßig ihre Meinungen äußern konnten. Gemeinsam mit dem Team setzte er neue Standards für die Zusammenarbeit. Nach 100 Tagen hatte Tobias erreicht, dass das Team Vertrauen gefasst hatte und die Produktivität sichtbar gestiegen war. Das Team fühlte sich wieder als Einheit und war bereit, gemeinsam neue Ziele zu verfolgen.

Lerneffekt: Tobias hat gezeigt, dass es gerade in unsicheren Teams wichtig ist, sich als Führungskraft erst einmal zurückzunehmen, Vertrauen aufzubauen und dann schrittweise Veränderungen einzuleiten.

 Beispiel 3: Lena – FĂĽhrungskraft in einem internationalen Unternehmen

Lena ĂĽbernahm die Leitung eines globalen Teams, das auf drei Kontinente verteilt war. 

Ihre Herausforderung: Unterschiedliche Kulturen und Zeitzonen zu berücksichtigen, während sie gleichzeitig als Führungskraft Präsenz zeigen musste.

Lena wusste, dass ihre ersten 100 Tage entscheidend sein wĂĽrden, um ein GefĂĽhl der Einheit zu schaffen.

Ihr Vorgehen:

1.Orientierungsphase (Woche 1-4): Lena führte Videogespräche mit jedem Teammitglied, um sich ein Bild von den individuellen Arbeitsweisen und den kulturellen Unterschieden zu machen. Sie erstellte eine Übersicht der wichtigsten interkulturellen Besonderheiten und passte ihre Kommunikationsstrategien entsprechend an.

2.Planungsphase (Woche 5-6): Lena setzte sich mit den unterschiedlichen Erwartungen auseinander und entwickelte eine Strategie, um die Zusammenarbeit zu verbessern. Sie führte ein wöchentliches internationales Team-Meeting ein, das rotierend zu verschiedenen Uhrzeiten stattfand, um alle Zeitzonen zu berücksichtigen.

3.Umsetzungsphase (Woche 7-14): Lena initiierte ein gemeinsames Projekt, das alle Teammitglieder zusammenführte. Sie sorgte dafür, dass jedes Teammitglied eine Aufgabe bekam, die auf seine besonderen Stärken zugeschnitten war. Die regelmäßigen Meetings halfen, das Gefühl der Isolation zu verringern und ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln. Am Ende der 100 Tage war es Lena gelungen, ein stark vernetztes Team zu formen, das über alle Zeitzonen hinweg effektiv kommunizierte und sich gegenseitig unterstützte.

Lerneffekt: Lenas Erfolg lag in ihrer Sensibilität für kulturelle Unterschiede und ihrem strategischen Ansatz, alle Teammitglieder aktiv in die Gestaltung des Veränderungsprozesses einzubeziehen.

Warum ein 100 Tage Plan als FĂĽhrungskraft entscheidend ist

Ein strukturierter 100 Tage Plan als Führungskraft zeigt deinem Team, dass du durchdacht und strategisch vorgehst. Es hilft dir, Vertrauen aufzubauen und dich als kompetente Führungspersönlichkeit zu etablieren. Indem du von Beginn an klare Prioritäten setzt und die richtigen Maßnahmen einleitest, legst du den Grundstein für langfristigen Erfolg.

Ein durchdachter 100 Tage Plan:

  • Schafft Klarheit und Struktur
  • Verhindert Aktionismus und unĂĽberlegte Entscheidungen
  • Motiviert dein Team, weil sie deine strategische Ausrichtung erkennen
  • Hilft dir, Herausforderungen gezielt anzugehen

Starte mit einer klaren Struktur in die neue Rolle!

Damit du deine ersten 100 Tage noch besser meisterst, habe ich eine kostenlose Checkliste fĂĽr dich erstellt.

Sie enthält alle wichtigen Schritte und hilft dir, den Überblick zu behalten.

Lade dir jetzt die Checkliste herunter, um nichts zu vergessen und sicherzustellen, dass du alle Aspekte deiner neuen FĂĽhrungsrolle berĂĽcksichtigst.

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Ich wĂĽnsche dir viel Erfolg und Energie fĂĽr deinen Start in die neue Rolle!

Stefan

Dieser Artikel ist Teil einer Serie zum Einstieg als neue Führungskraft – schau dir auch die anderen an, wenn du gerade am Anfang deines Führungsjobs stehst.

Nutze die ersten 100 Tage als FĂĽhrungskraft, um Vertrauen zu schaffen.

Teil 1: Die 100 Tage vor dem Rollentausch

Teil 2: Tag X: Deine Antrittsrede als neue FĂĽhrungskraft

Teil 3: Die ersten 100 Tage als FĂĽhrungskraft: Dein Erfolgsplan fĂĽr den Einstieg – das ist der Artikel, den du gerade liest.

Ăśber den Autor

Ăśber Stefan Brandt

Stefan Brandt, Coach für Nachwuchsführungskräfte & Führungskräfteentwicklung

Ich bin Diplom-Psychologe und begleite seit über 20 Jahren Führungskräfte in Coachings, Seminaren und Trainings. In dieser Zeit habe ich mit mehr als 7.000 Coachingklienten und Seminarteilnehmenden gearbeitet.

Dabei habe ich eines immer wieder erlebt: Die eine „richtige“ Art zu führen gibt es nicht. Gute Führung entsteht, wenn du einen Führungsstil entwickelst, der zu dir, deinen Mitarbeitern und der jeweiligen Situation passt.

Genau dabei unterstütze ich insbesondere neue und angehende Führungskräfte: die eigene Rolle zu klären, Sicherheit in schwierigen Führungssituationen zu gewinnen und Menschen authentisch und wirksam zu führen.

Viele typische Stolpersteine aus meiner Arbeit habe ich im Guide â€ž17 Fehler, die neue FĂĽhrungskräfte machen – und wie du sie vermeidest“ zusammengefasst.

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