Neulich durfte ich einen Gastbeitrag bei NOT TOO OLD schreiben.
Das Magazin beschäftigt sich mit Themen rund um Leben, Karriere und Lifestyle ab 40/50 – und passt damit perfekt zu einer Frage, die mir in meiner Arbeit immer wieder begegnet: Ist es irgendwann zu spät, noch einmal beruflich neu durchzustarten?
Gerade für Menschen ab Mitte 40 oder 50 ist diese Frage brisant.
Denn viele spüren: Das bisherige Berufsleben war erfolgreich, aber nicht unbedingt erfüllend.
Manche sehnen sich nach mehr Sinn, andere wollen ihre Erfahrung stärker einbringen oder eine neue Rolle übernehmen.
Doch gleichzeitig nagen Zweifel: „Bin ich nicht schon zu alt?“, „Komme ich gegen die Jüngeren an?“, „Lohnt sich der Aufwand überhaupt noch?“
Und weißt du was?
Ich spreche da nicht nur als Coach, sondern auch aus eigener Erfahrung.
Ich bin selbst über 50.
Ich kenne die Gedanken, die dich in dieser Lebensphase überfallen können:
„Soll ich wirklich noch mal etwas Neues beginnen?“
„Habe ich überhaupt die Energie dafür?“
Genau deshalb weiß ich, wie wichtig Selbstführung ist. Denn sie ist der Schlüssel, um bewusst zu entscheiden – statt einfach im alten Trott weiterzumachen.
Die drei Kernideen aus meinem Gastbeitrag in Kurzform:
- 50+ ist kein Endpunkt, sondern ein Wendepunkt. Gerade mit Erfahrung und Weitblick kannst du jetzt entscheidende Impulse setzen.
- Selbstführung ist der Schlüssel für den Neustart. Alte Muster loslassen, bewusst entscheiden und Energie dorthin lenken, wo Wirkung entsteht.
- Neustart heißt selten „alles hinschmeißen“. Es geht um kluge nächste Schritte – ein Rollenwechsel, eine neue Verantwortung oder ein Projekt, das dich erfüllt.
Ich erinnere mich gut an eine Klientin, die nach über 25 Jahren in einem Unternehmen das Gefühl hatte, auf der Stelle zu treten.
Fachlich war sie hochkompetent, doch innerlich ausgebrannt und ohne Perspektive.
In unserem Coaching haben wir den Fokus auf Selbstführung gelegt:
Welche Werte sind ihr wichtig?
Womit will sie ihre Zeit verbringen?
Welche Rolle passt zu ihrer Lebensphase?
Nach einigen Monaten hat sie eine neue Position angenommen – nicht mit mehr Stress, sondern mit mehr Gestaltungsspielraum.
Genau das meine ich: Mit Selbstführung eröffnen sich Wege, die vorher unsichtbar waren.
Was ich immer wieder erlebe: Der größte Blocker ist selten Kompetenz.
Es ist der innere Dialog.
„Zu spät.“
„Die Jüngeren sind schneller.“
„Wenn ich scheitere, ist es peinlich.“
Doch das sind Geschichten – keine Fakten.
Sobald du anfängst, dich selbst zu führen, ändert sich die Richtung.
Nicht alles ist sofort im Griff, aber du bestimmst wieder die Route.
Ein kleiner Praxistipp:
Schreib dir drei konkrete Schritte für die nächsten zwölf Monate auf.
Kein Wunschzettel, sondern echte Moves.
Zum Beispiel: ein Gespräch über eine neue Rolle, eine Weiterbildung, die eine Tür öffnet, oder ein Projekt, das du starten willst.
Plane dir jede Woche ein Zeitfenster dafür ein.
Vier fokussierte Stunden reichen oft schon, um sichtbar voranzukommen.
Lies hier den ganzen Artikel bei NOT TOO OLD: „Es ist nie zu spät, in Führung zu gehen – Karriere neu denken ab 50„.
PS: Wenn dich das Thema Selbstführung und Neustart gerade besonders beschäftigt: Genau an dieser Schnittstelle arbeite ich in meinen Coachings. Wir entwickeln Klarheit, Fokus und einen Umsetzungsplan – ob für neue Führungskräfte oder für alle, die spüren: Da geht noch mehr.


